Immobilienpreise in Europa: 3 Karten für den schnellen Vergleich
Wo in Europa reicht Ihr Immobilienbudget weiter? Diese drei Europakarten helfen Ihnen, Preisniveaus zu entdecken, Regionen zu vergleichen und Markttrends einzuordnen.
1. ESPON HOUSE4ALL: Was kostet der Quadratmeter?
Unser erster Einstieg für die europaweite Suche. Die Karte aus dem EU-Forschungsprogramm ESPON zeigt durchschnittliche Angebotspreise in €/m² bis auf Gemeindeebene. Das Projekt umfasst 31 europäische Länder. Zusätzliche Ansichten zeigen, wie erschwinglich Wohnen bei unterschiedlichen Einkommen ist.
Öffnen Sie „Sales prices across Europe“ und zoomen Sie in Ihre Wunschregion.
Quelle: ESPON HOUSE4ALL · Angebotsdaten März 2024–März 2025
2. IWH EREI: Welche Regionen sind günstiger?
Der European Real Estate Index vergleicht regionale Angebotsmärkte in mehreren europäischen Ländern. Seine Stärke: monatliche Daten auf NUTS-3-Ebene, ergänzt um Zeitreihen und Inseratszahlen. Wählen Sie im Dashboard „Buy“ und „Price“. Gut für den Vergleich benachbarter Regionen. Beachten Sie: Auch hier handelt es sich um Angebotspreise; die Zusammensetzung der angebotenen Immobilien beeinflusst die Werte.
Prüfen Sie vor dem Vergleich von Quadratmeterpreisen die Wohnflächenberechnung in Deutschland, der Schweiz und Italien. Unterschiedliche Flächendefinitionen können ähnliche Immobilien günstiger oder teurer erscheinen lassen.
Quelle: IWH EREI · Kartenaufnahme vom 23.10.2026
3. OECD: Wo steigen oder fallen die Preise?
Der OECD House Price Tracker zeigt, wie sich Wohnimmobilienpreise verändern – für Länder, Regionen und Städte, je nach Datenlage. Die Kartenfarben zeigen die Veränderung über den gewählten Zeitraum in Prozent, keine Quadratmeterpreise.
Quelle: OECD House Price Tracker. Letzte vom Tool ausgewiesene Aktualisierung: 10.04.2025;
So bedienen Sie das Tool
Länder wählen: Unter „Select countries“ die gewünschten Länder auswählen. „Most granular data available“ zeigt die kleinste verfügbare Gebietsebene; Städte lassen sich zusätzlich einblenden.
Darstellung wählen: Für den Überblick eignen sich Jahresdaten („Annual data“). „Nominal“ zeigt die Preisentwicklung ohne Inflationsbereinigung, „Real“ mit Inflationsbereinigung.
Zeitraum festlegen: Unter „Select period“ den Schalter für die längste gemeinsame Zeitreihe aktivieren. Das Tool sucht dann automatisch den Zeitraum, den die ausgewählten Länder und Indikatoren gemeinsam abdecken.
Ergebnisse laden: Nach Änderungen „SEE THE RESULTS“ anklicken. In Europa hineinzoomen und eine Region anklicken: Darunter erscheint der Verlauf. „Index“ zeigt die Entwicklung ab Basis 100; „Year-on-year growth rate“ die Veränderung gegenüber dem Vorjahr.
Unser Tipp: Wählen Sie zum Einstieg einen möglichst langen gemeinsamen Zeitraum. Erst so werden Boom, Preisrückgang und Erholung sichtbar. Ein kurzer Ausschnitt kann steigende Preise zeigen, obwohl das frühere Niveau noch nicht erreicht ist. Prüfen Sie danach die jüngsten Jahre separat – und vergleichen Sie Regionen stets mit demselben Start- und Endzeitpunkt.
NUTS-Regionen – in 30 Sekunden erklärt
NUTS ist die EU-Systematik für statistische Gebietseinheiten. Sie macht regionale Daten über Ländergrenzen hinweg besser vergleichbar. Drei Ebenen führen vom grossen Gebiet zum kleineren:
NUTS 1: grosse Regionen – etwa Bayern.
NUTS 2: mittlere Regionen – etwa Oberbayern.
NUTS 3: kleinere Regionen – etwa die kreisfreie Stadt München.
Noch genauer sind LAU: lokale Verwaltungseinheiten, häufig Gemeinden. HOUSE4ALL nutzt LAU, EREI NUTS 3. Je kleiner das Gebiet, desto näher kommen Sie Ihrem Suchort.
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